Humor, autonomes Handeln und Herzensbildung sind ein gutes Gespann, um das Leben zu meistern. Jedes menschliche Interesse zielt genau darauf ab — kann aber ebenso gut in ein Suchtverhalten entgleisen.
Wahre Lebenskunst bedeutet das Annehmen des Hier und Jetzt, das Gewahrsein der Veränderung und Vergänglichkeit. Das Glück erleben im Moment — das ist wahre Lebenskunst.
Logotherapie bietet Sinngebung
— und ist Entscheidungshilfe.
„Rat geben kann man nur da, wo man die Lage des anderen aus eigenem Erlebnis kennt."
Hermann Hesse„Warum Huckleberry Finn nicht süchtig wurde" (Beltz Taschenbuch) hätte das Motto meiner Kindheit und Jugend lauten können — ich ließ wirklich wenig Dummheiten aus und wollte dabei doch immer nur Anerkennung und war auf Entdeckungsreise nach meinem Selbst.
Ich experimentierte viel mit mir, fuhr mit meinem Lebensretter in einem alten VW-Bus durch die Sahara und auf dem Landweg von Singapur nach Wien. Mit einem After-Work-Clubbing versuchte ich Geld zu verdienen, mit Marathons der Midlife-Crisis davonzulaufen — dabei wollte ich doch immer nur zu mir.
Ich stellte fest, dass meine Lebensphilosophie buddhistisch ist, begegnete 1996 dem Diamantweg-Buddhismus und begann eine Therapieausbildung. Frankls Credo „Entweder ein Leben lang Höhenangst haben, oder den Berg besteigen" war auch meines.
„Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie!"Friedrich Nietzsche
Viktor Frankl wusste, warum er die Konzentrationslager der Nazis überleben musste — um später seinen Studierenden davon zu erzählen. Das Bild seiner Studenten im Hörsaal vor Augen, meisterte er drei Jahre in vier KZs.
Er hatte einen Sinn, eine Motivation zu leben. Diese Kräfte nicht nur zum Überleben, sondern allgemein zur Gesundung und zur Überwindung von seelischen Barrieren freizusetzen — das ist das zentrale Anliegen der Logotherapie.
Der Mensch ist nicht frei von Bedingungen, aber er hat die Freiheit, zu diesen Bedingungen Stellung zu nehmen. Jede Person ist einzigartig und einmalig — nur sie kann den Sinn in ihrer Situation finden und verwirklichen.
Seelische Probleme werden durch Ironisieren — humorvolles, gesundes Trotzen — bewältigt. Man wünscht sich genau das, wovor man sich fürchtet (Zittern, Erröten, Stottern, Herzphobie, Agoraphobie, Klaustrophobie).
Durch Ignorieren und Vermeidung gefährlicher Hineinsteigung werden seelische Probleme bewältigt — im Sinne der Selbsttranszendenz gibt man sich ganz hin an ein „Du" oder eine Aufgabe (bei Schlafstörungen, Sexualneurosen, Hyperreflexion).
Wenn man keine Möglichkeit hat, einen Zustand zu ändern, kann man immer noch die Haltung zur Situation verändern — die Aussöhnung mit Unabänderlichem, das Integrieren dessen in sein Leben und das Suchen des persönlichen Freiraums.
Die Aktivierung unseres vollen Potentials kann uns ganz neue Möglichkeiten offenbaren — dabei möchte ich Ihnen gerne behilflich sein. Sei es Blockaden zu lösen oder nur noch zielgerichteter zu werden: Ziel ist es, aus der Raupe den Schmetterling zu zaubern.
Individuelle Psychotherapie für Erwachsene und Jugendliche. Ich begleite Sie in Lebenskrisen, bei der Verarbeitung schwieriger Erfahrungen und auf dem Weg zu mehr innerer Freiheit und Sinn.
Therapie für Paare und Gruppen. Gemeinsam Kommunikationsmuster erkennen, Konflikte konstruktiv lösen und als Einheit wachsen — begleitet und moderiert in einem sicheren Rahmen.
Lösungsorientierte Unterstützung bei konkreten beruflichen Anliegen und persönlichen Weichenstellungen. Für Menschen, die ihre Ressourcen und Fähigkeiten bestmöglich nutzen wollen.
Prävention und Beratung bei Suchtproblemen. Alle Süchtigen sind „Künstler der Ersatzbefriedigung" — ich helfe, den Weg zurück zur wahren Lebenskunst zu finden.
Handlungsorientierte Therapie in der Natur. Neue Raum-/Zeitperspektiven durch Gemeinschaft und Erlebnisse in naturnahen Räumen — von der Donaufahrt bis zum Segelausflug.
Von Erlebnispädagogik bis zu therapeutischer Hilfe bei Alltagsproblemen — ein maßgeschneidertes, persönliches Programm für Menschen in besonderen Lebenssituationen.
Jeder Teilnehmer schreibt seine eigene Autobiographie, um eine Lebensschau einzuleiten, die das Selbstwertgefühl hebt. Ein einzigartiger Prozess, der tiefes Selbstverständnis und neue Perspektiven auf das eigene Leben eröffnet.
„Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt —Viktor E. Frankl
der Mensch hat das Leben zu verantworten."
Ich nähere mich der wirklich existenziellen Frage „Was will ich?" über drei elementare Fragen des Lebens: Wer bin ich? Wohin gehe ich? Und mit wem?
In der Jugend wird die Identität entwickelt, entfaltet, gestärkt, bestimmt — also „Wer bin ich?". Für mich bedeutet „Erwachsensein" die Entscheidung zu treffen, wachsen zu wollen: sich der Herausforderung des Lebens zu stellen, denn das Leben selbst stellt die Fragen — und ich habe das Leben zu ver-antworten.
Die heutigen Jugendlichen haben es materiell sicherlich leichter als frühere Generationen, doch sich aufzulehnen wird immer schwieriger. Bunte Haare, Tätowierungen oder Piercings reichen schon lange nicht mehr aus. Aber dies ist wichtig im Prozess, die eigene Identität zu entdecken und aus den Fußstapfen der Eltern zu steigen.
Es fehlt an Initiationsriten, wie in älteren Kulturen. Aus den Wanderjahren ist ein Aufenthalt im Hotel Mama geworden. Die große Herausforderung der Pubertät liegt im kontrollierten Gebrauch der Affekte — und der Weg dorthin führt über die Fähigkeit zu trauern, Verluste zu verkraften und sich die Grenzen der kindlichen Grandiosität einzugestehen.
Süchtiges Verhalten stellt ein uraltes, zutiefst menschliches Phänomen dar. Die Frage, was der Süchtige in der Sucht sucht, ist äußerst relevant: Gesucht wird auf alle Fälle die Linderung eines Unlust-Gefühls oder sogar die Abwehr unerträglicher psychischer Zustände.
Der typische Drogensüchtige ist an seiner Adoleszenzkrise gescheitert — Sucht verhindert jene Entwicklungsschritte, die das Leben von uns fordert. Jede Abhängigkeitserkrankung beruht auf einem multikonditionalen Bedingungsgefüge: genetische Dispositionen, negative kindliche Prägungen, lebensgeschichtliche Umstände, soziale Belastungen.
Fast jeder von uns hat süchtige Anteile, doch selten sind wir uns dessen bewusst. Zwar zielt jedes menschliche Interesse darauf ab, das Leben zu meistern — doch es kann ebenso gut in ein Suchtverhalten entgleiten. Daher kann man alle Süchtigen als „Künstler der Ersatzbefriedigung" verstehen.
Diese Frage ist aktueller denn je. Das Aufbrechen tradierter Rollenmuster ist einer Orientierungslosigkeit gewichen: Wir Männer liegen noch immer in den Ruinen des Patriarchats und wissen nicht, was mit uns passiert ist. Es fehlt an Vorbildern — mindestens seit dem Ersten Weltkrieg.
Frühkindliche Sozialisation findet in einer frauendominierten Alltagswelt statt. In allen Bereichen wie Familie, Kindergarten und Grundschule fehlen Männer oder sind deutlich unterrepräsentiert. Jungs finden in dieser Welt kaum Möglichkeiten einer männlichen Geschlechtsidentifikation.
Ein neues Männer- und besonders Vaterbild ist gefragt. Für den kleinen Jungen wäre in den ersten Jahren eine männlich emotionale Bezugsperson sehr wichtig — um ihm die Möglichkeit zu bieten, sich damit zu identifizieren und selbst herauszufinden, was für ihn Mannsein bedeutet.
Dabei stelle ich für den Klienten ein ganz persönliches Programm zusammen. Die Therapie folgt nicht einem starren Schema — sie entsteht aus dem gemeinsamen Unterwegs-sein, aus dem Nebeneinander-Sitzen, Tun und Erleben.
Durch das gemeinsame Überwinden von Hindernissen und das gemeinsame Handeln entstehen Gespräche, die therapeutisches Rohmaterial bieten. Insofern ist dies eine maßgeschneiderte Therapie — auch wenn nicht alles geplant werden kann, wird durch die Sinnkomponente alles zum Rückenwind.
„Per Tretboot die ungarische Donau befahren — mein Klient, aufgewachsen in Siebenbürgen, hatte die Verantwortung für das Ruder. Denn man wächst an der Verantwortung. Bravourös meisterten wir alle Widrigkeiten: wildes Campieren, Boot-Umtragen bei geschlossener Schleuse, das Setzen des Segels. Und dabei so viele Gespräche, die therapeutisch Rohmaterial boten."
Ein Beispiel aus der Praxis